Intervallfasten: Das Fundament für deine Gesundheit



Intervallfasten, oder auch intermittierendes Fasten genannt, ist seit einiger Zeit in aller Munde.

Wir verraten dir, was es damit auf sich hat und wie es hilft, das Fundament deiner Gesundheit zu bilden!


Lange Zeit haben wir geglaubt, um zu funktionieren, egal ob im Alltag oder beim Sport, müssen wir unseren Körper ständig mit Nahrung versorgen.

Die Angst unterversorgt zu sein, war ein ständiger Begleiter und wurde durch „Weisheiten“ wie „Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ oder „Man muss 3-5 mal am Tag essen“ bekräftigt.


Weiter wird uns durch geschickte Werbung und Artikel eingeredet, wir seien nicht angenehm, wenn wir hungrig sind: „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“.

Mittlerweile gibt es sogar einen offiziellen Namen für diesen Zustand: Hangry, eine Mischung

aus hungrig und angry (sauer).



Was ist das Intervallfasten?


Als erstes ist uns wichtig zu sagen, dass das Intervallfasten keine Diät ist!

Es handelt sich vielmehr um ein Essmuster, welches vorgibt, in welchen Zeiten du Essen

zuführen kannst und in welchen nicht.

Es handelt sich also, wie oben schon erwähnt, um KEINE DIÄT!

In erster Linie betrachten wir diese Ernährungsform im Hinblick auf die gesundheitlichen

Vorteile, die sie bietet.


Das dabei die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, zusätzlich ein paar überschüssige Kilos zu

verlieren, ist ein positiver Nebeneffekt, soll aber nicht im Fokus stehen.

Es handelt sich hier also um eine Ernährungsform, bei der du regelmäßige Essenspausen von

mehreren Stunden bis zu einem Tag durchführst, in denen du keine Nahrung zu dir nimmst.

Dieser kurzzeitige Essensverzicht ermöglicht es deinem Körper, viele Prozesse anzuregen, die

sich positiv auf deinen Stoffwechsel und deine Gesundheit auswirken.

Im Gegensatz zu anderen Formen des Fastens, bei denen teilweise über mehrere Tage auf

eine Nahrungsaufnahme verzichtet wird und diese daher nur 1-2 mal im Jahr durchgeführt

werden sollten, ist das intermittierende Fasten als dauerhafte Ernährungsweise anwendbar.



Welche Formen des Intervallfastens gibt es?


Wie bei vielen Dingen im Leben, gibt es auch beim Intervallfasten verschiedene Methoden.

Im Großen und Ganzen lassen sie sich in zwei Kategorien einteilen:


1. Das stundenweise Fasten

2. Das tageweise Fasten


Schauen wir uns beide einmal etwas genauer an.



Stundenweise Fasten

Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um eine Form, bei der die Fasten- und

Essensphasen in bestimmte Stunden eingeteilt sind.

Diese Methode ist gut in den Alltag integrierbar und lässt sich vor allem langfristig einfach

umsetzen.

Die sogenannte 16:8 Methode ist in diesem Zusammenhang wohl die bekannteste aller

Methoden.

Die unterschiedlichen Methoden werden wir weiter unten genauer besprechen.


Tageweise Fasten

Bei dieser Form des Fastens wird nicht nach Stunden gefastet, sondern nach ganzen Tagen.

Diese Methode ist grade für Anfänger deutlich schwerer umzusetzen und bedarf einiger

Erfahrung, um sie effektiv in den Alltag zu platzieren.

Wichtig ist hierbei zu wissen, dass immer nur ein Tag gefastet wird und nicht an zwei

aufeinander folgenden.



Die verschiedenen Methoden


Nachdem du die verschiedenen Formen kennengelernt hast, widmen wir uns in diesem

Abschnitt den unterschiedlichen Methoden.


16:8 Methode

Bei der wohl bekanntesten aller Methoden geht es darum, den Tag in zwei Phasen zu

unterteilen.

In der ersten Phase, der Fastenphase, wird 16 Stunden auf jegliche Nahrungsaufnahme (in

Form von Kalorien) verzichtet, dazu zählen auch flüssige Kalorien, durch Säfte und Softdrinks.


In der zweiten Phase, der Essensphase, darf man 8 Stunden lang Nahrung aufnehmen.

Am sinnvollsten ist es hier, sein Essen auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen.

Auch solltest du in dieser Phase möglichst nahrhaft und sättigend essen, um starke

Blutzuckerschwankungen und Heißhunger zu vermeiden.

Natürlich lässt sich für den Einstieg auch ein kürzeres Fastenfenster wählen, welches man

langsam steigert.

Wir empfehlen jedoch grundsätzlich, 12 Stunden auf Nahrungsaufnahme zu verzichten.


5:2 Methode

Bei dieser Methode geht es darum, tageweise zu fasten, sprich 24 Stunden am Stück.

Hierbei hat man 5 Tage die Woche, an denen man den ganzen Tag über essen kann und

2 Tage, an denen gefastet wird.


Das bedeutet, keine Aufnahme von Kalorien, weder in fester noch in flüssiger Form.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die zwei Fastentage nicht aufeinander folgen.

Es sollte mindestens 1 Tag dazwischen liegen, an dem gegessen wird.


Diese Methode ist eher für Personen gedacht, die schon Erfahrung mit dem Intervallfasten

haben, da eine 24 Stunden-Fastenperiode vor allem mental eine Herausforderung sein kann.


Die 10 in 2 Methode

Auch hierbei handelt es sich um eine Methode bei der tageweise gefastet wird.

Der Name 10 in 2 ist auf den ersten Blick etwas verwirrend und wir müssen dich an dieser

Stelle enttäuschen, wenn du dachtest, dass man mit dieser Methode 10 Kilo in 2 Tagen verliert.


Man spricht es eigentlich „eins null in zwei“ aus, was nichts anderes bedeutet als: Einen Tag essen (1) und einen Tag fasten (0) an zwei aufeinander folgenden Tagen (in 2).

Es bedeutet, du wechselst ständig zwischen einem Tag essen und einem Tag fasten.

Der Verzicht auf Nahrung über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden wirkt sich hierbei sehr positiv auf die gesundheitlichen Prozesse in deinem Körper aus.


Wie bei den anderen zwei Methoden solltest du auch hier auf eine nahrhafte Lebensmittelauswahl achten und deinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Allerdings gibt es auch hier keine Verbote, das Stück Schokolade ist also durchaus ok, solange es bei einem Stück bleibt und nicht die ganze Tafel gegessen wird.



Gesundheitliche Vorteile des Intervallfastens


Die Gesundheit ist unser aller Fundament, auf das wir bauen.

Um möglichst groß bauen zu können, ist es also enorm wichtig, ein starkes Fundament zu

bilden.

Denn was passiert, wenn du bei dem Bau des Fundaments nicht aufpasst?

Richtig, es bricht zusammen und mit ihm alles, was darauf steht.


Du kannst den sportlichsten Körper haben, das meiste Einkommen, die tollsten

Klamotten, das beste Umfeld, den tollsten Job, doch was bringt dir all das, wenn deine

Gesundheit dich verlässt?

Das mag jetzt vielleicht etwas hart klingen, aber wir vergessen zu oft, dass die Gesundheit das ist, was uns am Leben hält und uns all die schönen Dinge erst ermöglicht.

Also sollten wir uns um sie kümmern und nicht erst anfangen, wenn es zu spät ist.


Reduzierung von oxidativem Stress

Stress ist einer der Hauptgründe für schnelles Altern und für viele chronische Krankheiten.

Vor allem der oxidative Stress spielt hier eine entscheidende Rolle.

Oxidativer Stress wird durch einen zu hohen Anteil freier Radikale im menschlichen Körper

ausgelöst.

Jedoch sind freie Radikale nicht grundsätzlich bösartig, ganz im Gegenteil, sie sind wichtige

Bestandteile des menschlichen Organismus und werden bei vielen Prozessen vom Körper

selber gebildet.

Sie schützen ihn vor Krankheitserregern und sorgen somit für ein gestärktes Immunsystem.

Wird die Konzentration dieser freien Radikale jedoch zu hoch, kippen die eigentlich positiven

Eigenschaften und wir sprechen von „oxidativem Stress“.


Ist die Konzentration dieser Teilchen über einen längeren Zeitraum erhöht, steigt das Risiko für bestimmte Krankheiten.

Es gibt jedoch einen Gegenspieler, der uns als Schutzmechanismus dient, die Antioxidantien.

Wie der Name schon sagt, deaktivieren sie die Reaktion der Sauerstoffverbindungen von freien Radikalen und verhindern somit die Oxidation.

Bei den Antioxidantien handelt es sich jedoch nicht um einen einzelnen Stoff , sondern um

Gruppen von Vitalstoffen.

Sie lassen sich einteilen in Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.


In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass es sich durch zwei unterschiedliche

Vorgänge positiv auf die Reduzierung von oxidativem Stress auswirkt.

Zum einen erhöht intermittierendes Fasten die antioxidative Aktivität des Körpers, sprich dein Körper produziert mehr Antioxidantien, welche, wie du grade gelernt hast, die Gegenspieler der freien Radikale sind.

Zum anderen sorgt es für einen Prozess, der sich Autophagie nennt.

Autophagie ist ein Prozess des Nährstoffrecyclings, in dem beschädigte oder schädliche Zellen und Stoffe zerstört/beseitigt werden.


Man kann die Autophagie auch als Müllabfuhr unseres Körpers bezeichnen (doch dazu später

mehr).

Kommt es zur Autophagie, dient diese der Abwehr von oxidativem Stress.

Dadurch, dass das intermittierende Fasten zur Autophagie führt, wirkt es sich positiv auf die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen oxidativen Stress aus.


Reduzierung von Entzündungen im Körper

Oxidativer Stress ist sehr eng mit Entzündungen im Körper verbunden, weshalb diese beiden

Punkte immer gemeinsam betrachtet werden sollten.

Wenn wir hier von Entzündungen sprechen, meinen wir nicht die Entzündungen mit den

typischen sichtbaren Merkmalen wie Rötungen, Schwellungen oder Eiterbildung.

Vielmehr sprechen wir in diesem Zusammenhang von den Entzündungen, die nicht sichtbar

sind, sondern sich häufig unbemerkt und langsam im Körper ausbreiten.


Dies können spürbare und unangenehme Entzündungen sein, wie die Blinddarmentzündung,

die Blasenentzündung oder die Sehnenscheidenentzündung.

Es können aber auch deutlich kleinere und kaum spürbare Entzündungen sein, wie

beispielsweise ein Muskelkater.


Eine Entzündung ist nichts anderes als eine Immunreaktion des Körpers gegen alles, was ihm schaden möchte.

Eines der Dinge, die du tun kannst, um einer chronischen Entzündung vorzubeugen, ist das

Intervallfasten.

Zum einen hilft es dabei, oxidativen Stress zu reduzieren, was wiederum dazu führt, im Körper entstehende Entzündungen zu verringern.

Zum anderen kommt es in der Fastenperiode zur Erhöhung der FFA- und Keton-Körper, die

eine entgegengesetzte Auswirkung auf Entzündungen haben können.


Auch eine Verringerung des Körperfetts (bei richtiger Durchführung des Intervallfastens) führt zu einer Reduzierung von Entzündungen im Körper.


Reduziert Herzkrankheiten

Das intermittierende Fasten bietet viele unterschiedliche positive Vorteile für deine Gesundheit.

Auch wenn wir dir grade erklären, welche positiven Auswirkungen es im Einzelnen mit sich

bringt, wollen wir an dieser Stelle noch einmal betonen, dass viele Faktoren eine übergreifende Rolle spielen.

So auch bei der Reduzierung von Herzkrankheiten.


Dadurch, dass das Intervallfasten für eine Verringerung von oxidativem Stress und

Entzündungen im Körper sorgt, hat es automatisch einen positiven Einfluss auf bestimmte

Herzkrankheiten.

Zusätzlich wird ebenfalls das HDL-Cholesterin erhöht und das LDL-Cholesterin gesenkt.

Als Cholesterin werden Blutfette in unserem Körper bezeichnet.


In dem Zusammenhang wird vom „schlechten“ LDL-Cholesterin und dem „guten“ HDL-

Cholesterin gesprochen.


Das LDL-Cholesterin ist dafür da, Fette von der Leber in die Organe zu transportieren, die dort gebraucht werden, um verschiedene Hormone herzustellen.

Können die Körperzellen jedoch kein weiteres LDL-Cholesterin mehr aufnehmen, verbleibt es

im Blut und sorgt für eine Ablagerung in den Gefäßwänden.

Dies hat zur Folge, dass die Adern sich verengen und weniger Blut hindurchfließen kann.


Somit zählt ein erhöhter LDL-Cholesterin-Spiegel zu den Auslösern für Arteriosklerose, Herz-

Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

HDL-Cholesterin dagegen transportiert überschüssiges Cholesterin aus dem Blut und Gewebe

in die Leber, wo es abgebaut wird.

Je mehr HDL-Cholesterin also im Blut vorhanden ist, desto mehr LDL-Cholesterin kann

abgetragen werden.


So sorgt ein hoher HDL-Cholesteringehalt im Blut für einen Schutz vor Gefäßablagerungen.

Ein weiterer Punkt, der sich positiv auf die Reduzierung von Herz-Erkrankungen auswirkt, ist die vermehrte Produktion des Stoffes Adiponectin.

Adiponectin gehört zu der Familie der Fettgewebshormone und ist ein sogenanntes Peptid.

Es regt die Prozesse an, die das Risiko einer Typ 2-Diabetes und einer Arteriosklerose senken.

Ein erhöhter Adiponectinspiegel kann vor Herzerkrankungen schützen.


Verbessert die Darmgesundheit

Ein weiteres Thema, welches seit einiger Zeit in unzähligen Medien auftaucht, ist die

„Darmgesundheit“.

Lange Zeit galt der Darm als ein Organ, das unsere Verdauung reguliert und wo zugeführte

Lebensmittel verarbeitet werden.

Doch er ist viel mehr als das.


Neben der reinen Verdauungsfunktion, der Bereitstellung von Nährstoff en und Vitaminen und dem Ausscheiden von verdauter Nahrung, ist der Darm ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems.

Es konnte gezeigt werden, dass die sogenannte Darmbarriere über ein eigenes Immunsystem verfügt, welches etwa 80% der Immunzellen des Körpers enthält.

Doch damit noch nicht genug, zudem verfügt unser Darm über ein eigenes Nervensystem, dem sogenannten „Bauchhirn“.


Es besteht aus einem Nervengefl echt, welches den gesamten Magen-Darm-Trakt durchzieht, und in dem mehr Nervenzellen zu finden sind als im Rückenmark.

Gemeinsam mit den von Darmbakterien hergestellten Botenstoffen, wie z.B. dem

„Glückshormon“ Serotonin, kommuniziert der Darm so über die Bauch-Hirn-Achse mit unserem Gehirn.

Im Umkehrschluss bedeutet das für dich, dass du mit einem gesunden und gut funktionierenden Darm mehr Botenstoffe und Hormone produzieren kannst, um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden zu steigern.


Diese Darmgesundheit kann durch ständiges Arbeiten und eine pausenlose Nahrungszufuhr

oder den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Durch die Phase, in der über viele Stunden nichts gegessen wird, hat dein Darm Zeit sich zu

erholen.

Dieser Verzicht führt dazu, ihn wieder in ein gutes Gleichgewicht zu bringen.

Denn die Essenspause dient der Wiederherstellung der Vielfalt der Mikroben im Darm und der Erhöhung der Toleranz gegenüber „schlechten“ Darmmikroben.

Der Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Körper ist größer,

als wir lange Zeit angenommen haben.

Solltest du deine Gesundheit und dein Wohlbefinden steigern wollen, raten wir dir, ein großes Augenmerk auf deine Darmgesundheit zu legen.


Autophagie

Widmen wir uns nun einem Kernthema des intermittierenden Fastens, der Autophagie.

Nein, das hat nichts mit Autos zu tun, obwohl die Autophagie auch als „Müllabfuhr unseres

Körpers“ bezeichnet wird.

Doch sie ist mehr als das und von so großer Wichtigkeit im Hinblick auf unsere Gesundheit,

dass dem Japaner Yoshinori Ohsumi 2016 dafür sogar der Nobelpreis verliehen wurde.

Der Begriff Autophagie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „sich selbst zu

essen“ und wird als Vorgang bezeichnet, bei dem Zellen eigene Bestandteile abbauen und

wiederverwerten.

Dabei werden zum Großteil beschädigte Zellbestandteile, „fehlerhafte“ Proteine und

Fremdkörper verwertet, um neue Bausteine zu erstellen.


Stell dir vor, du würdest zu Hause nichts mehr aufräumen.

Dreckige Wäsche schmeißt du einfach auf den Boden, das schmutzige Geschirr lässt du überall stehen und den Müll verteilst du in der ganzen Wohnung.

Genau dasselbe passiert täglich in deinem Körper in der Folge von sämtlichen Prozessen, die

ablaufen.


Um all diesen „Müll“ zu entsorgen hat sich die Natur eine schlaue Lösung einfallen lassen, die Autophagie.

Doch da das überschüssige Material nicht nur schlecht ist, sondern teilweise aus wertvollen

Bausteinen besteht, nutzt unser Körper diese wertvollen Bausteine und verwendet diese neu.

Dieses „Reinigungssystem“ stellt somit einen Schutz vor Krankheiten wie Krebs, Demenz,

Herzkrankheiten und bakteriellem Befall dar.


Das Problem in unserer heutigen Zeit ist, dass wir unter einer ständigen Erreichbarkeit von

Nahrung, sowie einer bewegungsarmen Lebensweise leiden.

Dieses häufige Essen in kurzen Abständen ist aus Sicht der Evolution total unnatürlich und viele unserer Stoffwechselvorgänge und anderer Prozesse sind immer noch auf diese Lebensweise ausgerichtet.

Der Prozess der Autophagie durch Verzicht auf Nahrungszufuhr beginnt, je nach Individuum,

allerdings erst nach 14-18 Stunden.

Damit sind vor allem die letzten Stunden des Fasten-Fensters entscheidend.

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Autophagie auf natürliche Weise zu aktivieren:


– Intervallfasten: Hierbei ist darauf zu achten, dass die Autophagie wie beschrieben, erst nach ca. 14 Stunden des Nahrungsverzichts einsetzt.


– Sport/Bewegung: Egal, ob in Form von Spaziergängen, Ausdauer oder

Krafttrainingseinheiten, die körperliche Betätigung im Alltag aktiviert die Autophagie.


– Die richtigen Lebensmittel: Es gibt Hinweise darauf, dass auch die Auswahl einiger

Lebensmittel den Prozess der Autophagie ankurbeln können.


Zuständig für die Anregung sind vor allem die zwei Substanzen Resveratrol und Polyamine, sie kommen vermehrt in roten Trauben vor.

Polyamine kommen vor allem in Weizenkeimen, Pilzen, frischem grünen Pfeffer, Zitrusfrüchten, Ingwer, Matcha, Curcumin (dem Stoff in Kurkuma), Kaffee und Soja vor.

Das Intervallfasten ist ein guter Einstieg, um die Autophagie des Körpers wieder anzukurbeln.


Willst du den Prozess jedoch auf Hochtouren laufen lassen, integriere ausreichende tägliche

Bewegung und die Auswahl der oben genannten Lebensmittel in deinen Alltag.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir unseren Körper ohne, bzw. mit einer zu geringen

Autophagie mit Toxinen und Abfallstoffen überlasten, was in Folge Alterungsprozessen und vor allem Krankheiten die Tür öffnet.

Behalte daher den Prozess der Autophagie im Hinterkopf, falls du mal nach 13 Stunden das

Fasten-Fenster beenden willst.

Hier können 1-2 Stunden mehr tatsächlich den Unterschied für deine Gesundheit ausmachen.


Vergiss allerdings nicht, dass es sich auch hier nicht um einen Sprint, sondern um einen

Marathon handelt.

Einmal 16 Stunden nichts zu essen und zu denken: „So, einmal aufgeräumt, hält jetzt wieder für 4 Wochen“ ist wenig sinnvoll.

Entwickle eine Gewohnheit, wenn du von den Langzeitfolgen einer guten Gesundheit profitieren willst.

Und wenn man dabei noch „ein wenig jünger“ aussehen kann, ist das doch auch was Schönes.

Naja, zumindest wirst du dich so fühlen.



So steigert das Intervallfasten dein Energielevel


Wie fühlst du dich im Alltag?

Bist du oft müde oder erschöpft?

Oder brauchst du einen Liter Kaffee, um überhaupt in Fahrt zu kommen?


Dann geht es dir wie vielen Menschen.

Die Tatsache, dass uns heutzutage Nahrung rund um die Uhr zur Verfügung steht, hat zur

Folge, dass wir ständig essen, und das meist sogar, ohne es richtig mitzubekommen.

Oft beginnt ein klassischer Tag mit einem Frühstück, dann geht es zur Arbeit, dort gibt es einen Kaffee mit Milch oder Zucker, noch ein Griff in den Obstkorb oder zur Schokolade, die die Kollegin mitgebracht hat, kurz darauf folgt auch schon das Mittagessen, nach dem Mittag ist es Zeit für den zweiten Kaffee (wieder mit Milch oder Zucker), nochmal kurz vor Feierabend ein kleiner Snack und dann ab nach Hause, wo es Abendessen gibt und vor dem Fernseher nochmal eine Kleinigkeit gesnackt wird.


Kommt dir das bekannt vor?


Wir wollen damit nicht sagen, dass du dich ungesund ernährst, es geht vielmehr um den Fakt, dass wir unseren Körper und vor allem unseren Darm rund um die Uhr beanspruchen, indem wir ihn mit von außen zugeführter Energie versorgen.

Dies geschieht in Form von Kohlenhydraten, die im Körper zu Glukose (Zucker) verarbeitet

werden, welcher dann wiederum zur Energiegewinnung genutzt wird.

Hierbei gibt es allerdings zwei Punkte, die wir beachten sollten:


1. Unser Körper ist NOCH nicht für eine ständige Nahrungsaufnahme gemacht:

Die ständige Lebensmittelverfügbarkeit ist für uns zwar etwas Selbstverständliches, ist

evolutionär betrachtet allerdings nicht existentiell.

Unser Körper musste Jahrtausende damit zurechtkommen, lange Phasen mit nahezu keinem

oder nur sehr wenig Essen auszukommen.

Wir sind zwar in der Lage uns anzupassen, allerdings ist für einen Anpassungsprozess

evolutionär betrachtet bis heute zu wenig Zeit vergangen.


2. Fett liefert mehr Energie als Kohlenhydrate:

Ein Fakt, der häufig vergessen wird, ist der, dass Fett uns mehr Energie in Form von kcal liefert als Kohlenhydrate.

1g Fett liefert uns 9,3kcal, wohingegen 1g Kohlenhydrate nur 4,1kcal liefern.

Unser Körper ist jedoch sehr „faul“ und nutzt als Energiequelle lieber die Kohlenhydrate, da sie einfacher als Energieträger herangezogen werden können.

Erst wenn alle sich im Körper befindenden Glykogenspeicher leer sind und wir über die

Nahrung keine Kohlenhydrate mehr hinzufügen, beginnt der Körper damit, seine Energie aus

Fetten zu beziehen.


Dies ist für ihn zwar komplizierter, bietet aber wiederum mehr Energie.

Bevor es zu diesem Prozess kommt, fühlen wir uns in der Regel aber erst einmal sehr schlapp, hungrig und müde, weshalb wir wieder zu etwas Essbarem greifen.

Bist du allerdings soweit, dass du diese Phase überwunden hast, wirst du den

Energieschub deutlich spüren.

Doch nicht nur deine Energie steigt, auch deine Konzentration und deine Aufmerksamkeit

werden davon profitieren.


Nahrung zu verdauen bedeutet also Stress für unseren Körper!

Selbst das gesündeste Bio-Gemüse muss in seine Bestandteile zerlegt werden.

Die nützlichen Nährstoffe müssen herausgefiltert, verwertet oder gespeichert werden.

Alles Überflüssige muss wieder abtransportiert werden.

Bei diesem Prozess arbeitet dein ganzer Körper auf Hochtouren.

Währenddessen kann er sich natürlich nicht ausruhen, was bedeutet, dass auch alles andere

(z.B. Heilungsprozesse) solange warten muss.

Nicht umsonst haben wir während einer Erkrankung oftmals keinen Appetit, da sich unser

Körper lieber ausruhen und um die Abwehr von Krankheitserregern kümmern möchte, als sich mit der Verdauung beschäftigen zu müssen.


Wenn du das mal mit der Arbeit im Büro vergleichst, bedeutet das:

Jemand bringt dir einen Stapel Akten, den du durchschauen und sortieren musst.

Ein paar Unterlagen musst du zu deinem Chef bringen.

Einiges musst du kopieren, ablegen oder weiterbearbeiten.

Ein paar Akten müssen im richtigen Schrank korrekt einsortiert werden und der Rest kommt in den Reißwolf.

Anschließend würdest du dich gern deinen Mails oder dem blinkenden Anrufbeantworter

zuwenden – oder einfach mal kurz durchatmen.

Leider kommt da schon der nächste Schwung Akten herein und das ganze Spiel beginnt von

vorn.

Stressig, oder?


Kannst du dir vorstellen, dass dein Energielevel dadurch langfristig immer schwächer wird?

Genauso geht es deinem Körper!

Deswegen ist es so wichtig, dass du ihm regelmäßige Pausen gönnst, in denen er sich erholen, regenerieren und seine Kräfte sammeln kann!


Egal, ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, die eigene Gesundheit betrifft jeden von uns und wir sollten gut mit uns und unserem Körper umgehen.

Das Intervallfasten bietet dir eine Möglichkeit, deine Gesundheit zu unterstützen und lässt sich dabei mit etwas Übung langfristig in deinen Alltag integrieren.


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Be happy,

Nina & Pablo

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